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Hobbys gibt es so unterschiedlich viele wie Menschen da draußen: Nun hat Peter Förstel aus dem nordbayerischen Forchheim gemeinsam mit einer fränkischen Expedititionsgruppe den höchsten Berg Afrikas bestiegen. Der berühmt-berüchtigte Kilimandscharo ist auch der höchste freistehende Berg auf der ganzen Welt, stolze 5.893 Meter liegt er über dem Meeresspiegel.
Wer bis auf den Gipfel möchte, hat eine komplizierte und harte Tour vor sich: Mehrere tausend Höhenmeter müssen zurückgelegt werden. Dabei geht es durch unterschiedliche Klima- und Vegetationszonen: Vom Regenwald über die Steppe bis hin zu völlig steinigen und unbewachsenen Abschnitten und Eislandschaften. Besonders gefährlich ist es an der Barranco Wall, einer steil aufragenden Felswand, die mitten auf der Route liegt.
Der 45-jährige IT-Administrator hat aber sowohl diese Felswand, als auch die unterschiedlichen Klimazonen gut vertragen. Dabei halfen ihm Wanderstöcke und ein ausgiebiges Training im Vorfeld: Er trainierte in Deutschland so hart, dass er sogar zehn Kilo abnahm. Auch Impfungen gegen Malaria und Gelbfieber mussten sich vor Reiseantritt besorgt werden. Allgemein war die fränkische Abenteuertruppe gut vorbereitet: Um die Sauerstoff-Sättigung im Blut zu messen, hatten sie ein spezielles Messgerät dabei. Je höher man wandert, umso dünner wird die Luft und umso größer das Risiko, die Höhenkrankheit zu bekommen: Diese beginnt mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit, kann aber auch schnell tödlich enden. Auch bei Förstel nahm der Sauerstoff im Blut rapide ab: Beim Beginn des Aufstiegs waren es 96 Prozent, auf dem Gipfel sogar unter 90 Prozent.
Sieben Tage lang dauerte der Aufstieg – das ist der Durchschnitt. Tagsüber kam die Hitze, Nachts wurde es unangenehm kalt. Etwas verwundert war Förstel über die vielen tansanischen Helfer seiner Gruppe: Da waren 18 Träger, drei Führer, zwei Köche, jeweils ein Zelt- und Toilettenwart und zwei Kellner. Bequem ist das allemal – und Förstel schmeckte es während der Expedition auch erheblich besser als im Hotel. Ob das wohl am Können des Personals lag oder an der frischen Luft und Bewegung?

